Die Fahrzeugaufbereitung gehört zu den Dienstleistungen und unterliegt somit der IHK als zuständige Kammer. Auch wenn der Beruf des Fahrzeugaufbereiters, für den es im übrigen bislang noch kein Berufsbild nach dem BBiG gibt, wohl eher zum Handwerk zählen sollte und somit der HWK unterliegen würde.
Die Fahrzeugaufbereitung unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung und wird somit immer professioneller. Während die Autopflege die ursprüngliche Herkunft der Fahrzeugaufbereitung darstellt, muss heute ganz klar zwischen der Pflege von Fahrzeugen und der Aufbereitung unterschieden werden. In der Autopflege oder Fahrzeugpflege geht es darum gut erhaltene Fahrzeuge zu pflegen und deren Wert zu erhalten, geht es in der Fahrzeugaufbereitung hingegen darum, Fahrzeuge die sich in einem schlechteren oder schlechten Zustand befinden so aufzubereiten, dass sich der Zustand wesentlich verbessert.
Gute Fahrzeugaufbereiter sind durch die ständige Weiterentwicklung der Maschinen und Produkte teilweise sogar dazu in der Lage die Fahrzeuge so aufzubereiten, dass ein Laie keine oder nur kaum optische Unterschiede zu einem Neufahrzeug feststellt. Dies ist natürlich auch immer von der Ausgangssituations abhängig. Ist der Lack des Fahrzeugs komplett kaputt, oder die Karosserie komplett verrostet, so kann auch der Beste Fahrzeugaufbereiter kein tadelloses Ergebnis erzielen.
Die Fahrzeugaufbereitung untergliedert sich wiederum in die Innenraumaufbereitung für den Innenbereich des Fahrzeugs sowie in die Lackaufbereitung für den Außenbereich des Fahrzeugs.
Viele Fahrzeugaufbereiter können allerdings nicht lange am Markt bestehen. Dies kann mehrere Ursachen haben. Häufig wird keine Qualität geboten. Andere Fahrzeugaufbereiter hingegen haben Probleme im kaufmännischen Bereich oder in Kundengesprächen. Die Fahrzeugaufbereitung ist wesentlich umfangreicher und komplexer als viele Laien glauben. Einfach das Material kaufen uns loslegen ist nicht möglich. In der Theorie zwar schon, in der Praxis hingegen nicht. Da verschiedene Materialien und Lacke verwendet werden, ist jedes Fahrzeug eine neue Herausforderung. Ohne entsprechendes Fachwissen kann kein Fahrzeugaufbereiter langfristig am Markt bestehen und von der Fahrzeugaufbereitung seinen Lebensunterhalt bestreiten.
Wer eine Selbstständigkeit in der Fahrzeugaufbereitung plant, sollte sich zunächst ausgiebig informieren und an einer Schulung in der Fahrzeugaufbereitung teilnehmen. Bei den Schulungen in der Fahrzeugaufbereitung gibt es gravierende Unterschiede. Insbesondere die Workshops bei den Pflegemittelherstellern sollten von zwei Seiten betrachtet werden. Zwar sind diese in den meisten Fällen auf den ersten Blick sehr günstig, schaut man allerdings etwas genauer hin, wird schnell klar, dass der Schein trügt. Zum einen ist die Teilnehmerzahl relativ hoch, so dass man über den Lernerfolg streiten kann. Weiterhin sind die Pflegemittelhersteller natürlich daran interessiert die Hauseigenen Pflegemittel zu vertreiben, daher sind diese nicht objektiv. Ob sich ein solcher Workshop dann tatsächlich eignet um die Fahrzeugaufbereitung zu erlernen, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Auch sollte bedacht werden, ob man als Einzelkämpfer in der Fahrzeugaufbereitung beginnt, oder ob man sich einem bestehenden Unternehmen anschließt und die Fahrzeugaufbereitung als Franchisenehmer betreibt. Auch wenn Franchise hin und wieder in der Kritik steht, so birgt Franchise trotzdem viele Vorteile für den zukünftigen Unternehmer, der dann Teil einer bestehenden Marke wird und in der Regel viel schneller die entsprechende Akzeptanz am Markt findet und durch günstige Einkaufskonditionen und viel Fachwissen des funktionierenden Systems höhere Umsätze erwarten darf.